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Presse
26.01.2010, 22:08 Uhr | Übersicht | Drucken
Junge Union: „Wir sind bereit bis 70 zu arbeiten“
JU unterstützt Wulff bei Anhebung des Pensionsalters


 


Nachdem der niedersächsische Ministerpräsident Christian Wulff (CDU)
vorgeschlagen hat, dass die Beamten seines Bundeslandes zukünftig erst mit 67 in Pension gehen werden, fordert die JU die schrittweise Einführung der Rente mit 70 für zukünftige Generationen.
Die JU verlangt von der Politik insoweit mehr Ehrlichkeit den Menschen gegenüber. „Die demographische Entwicklung ist eindeutig. Immer weniger Arbeitnehmer müssen immer mehr Rentner finanzieren. Wir können einer steigenden Lebenszeit nicht mit einer Beibehaltung der jetzigen Rentenregelungen begegnen.“, so Landesvorsitzender Lübbe. Aus Sicht der JU geht die Politik nicht entschlossen genug gegen diese Problematik vor.
Die von Seiten der Gewerkschaften angeführten Gegenargumente, etwa dass durch diese Regelung Jüngeren der Eintritt auf den Arbeitsmarkt erschwert würde oder nicht genügend Arbeitsplatzangebote vorhanden seien, überzeugen die JU nicht. Aktuelle Studien der Bundesagentur für Arbeit zeigen vielmehr, dass bis zum Jahr 2030 mindestens 1,2 Millionen zusätzliche Arbeitsplätze benötigt werden. Auch der Einwand, dass Rentner in den kommenden Jahren unangemessen benachteiligt würden, lässt die JU nicht gelten. Denn richtig ist vielmehr, dass erst ab 2012 das
Regelrenteneintrittsalter für den Geburtsjahrgang 1947 um einen Monat angehoben wird. Die volle Anhebung auf das 67. Lebensjahr wird erstmals im Jahre 2029 für den Jahrgang 1964 wirksam.
Um die Ziele der Familienpolitik der CDU – geführten Regierung zu unterstützen, setzt sich die JU dafür ein, die Elternzeit als volle Erwerbsmonate anzurechnen.
Die JU begrüßt daher die Anregung von Christian Wulff, das Pensionsalter
anzuheben. Dies kann nach Ansicht der JU jedoch lediglich der erste Schritt sein. Langfristig muss es eine gesellschaftliche Diskussion über die schrittweise Einführung der „Rente mit 70“ geben, da das Rentensystem langfristig gesehen nur so bestehen kann. Die JU wird in der CDU für diesen Vorschlag werben. „Ich habe heute einen Brief an Wissenschaftsminister Lutz Stratmann geschickt, und ihn
gebeten, die Vorschläge des Ministerpräsidenten im Kabinett zu unterstützen.“, so Lübbe abschließend.
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